Obwohl die Eintrittskarte bereits gekauft ist, verfolgt ein Teil des Publikums die Begegnung lieber auf dem Display seines Telefons – ein Verhalten, das sich durch sehr konkrete Beweggründe erklärt.
Ein Live-Spiel im Stadion vermittelt Eindrücke, die kein Bildschirm ersetzen kann: die Atmosphäre der Gesänge, den Jubel nach einem Treffer, die Nähe zum Spielfeld. Dennoch sieht man auf den Rängen nicht selten Zuschauer, deren Blick auf ihr Smartphone gerichtet ist. Dieses Verhalten mag für jemanden, der seinen Platz bezahlt hat, paradox erscheinen. Tatsächlich folgt es mehreren Logiken.
Die erste betrifft die Sicht. Von manchen Plätzen, insbesondere in den Kurven oder auf den Seitenplätzen, kann sich ein Teil des Geschehens dem Blick entziehen. Wer eine entscheidende Aktion nicht richtig erkennt oder sich weit von einem bestimmten Spielbereich entfernt befindet, greift womöglich zum Telefon, um eine Zeitlupe oder eine umfassendere Perspektive zu sehen. Das Handy wird so eher zur Ergänzung als zum Ersatz.
Der zweite Grund liegt in der Information. Im Stadion fließen Neuigkeiten nach wie vor ungleichmäßig. Die Anzeigetafeln liefern nicht immer die Ergebnisse der übrigen Partien, und die Lautsprecherdurchsagen gehen im Lärm der Menge oft unter. Wer parallel eine andere Begegnung, einen Spielstand oder Statistiken verfolgt, behält für sich einen Gesamtüberblick – besonders dann, wenn es sportlich um mehr geht als nur um das Spiel, dem man beiwohnt.
Auch die soziale Dimension spielt eine Rolle. Für einen Teil des Publikums dient das Telefon dazu, den Moment zu teilen: ein Foto an einen abwesenden Angehörigen schicken, mit Freunden chatten, die im Stadion verstreut sitzen, oder das Spiel in Echtzeit in den sozialen Netzwerken kommentieren. Das Smartphone wird so zur Verlängerung der geselligen Stimmung des Spieltags und nicht zu einer Ablenkung, die ihr entgegensteht.
Nicht zuletzt zeigt sich darin ein Wandel der Sportkonsum-Gewohnheiten. Zuschauer sind es heute gewohnt, jederzeit Zugang zu einer Vielzahl von Informationsströmen zu haben. Auch das Stadion entzieht sich dieser Logik nicht, und manche Fans verbinden ganz selbstverständlich körperliche Präsenz mit digitaler Begleitung.
Die Veranstalter wiederum versuchen, diese Nutzungsweisen mit dem gemeinsamen Erlebnis in Einklang zu bringen. Zwischen der Verbundenheit mit der Leidenschaft der Tribünen und der Realität vernetzter Gewohnheiten erweist sich das Telefon als ein Gegenstand, der zugleich störend und nützlich ist – und dessen Platz in den Stadien weiterhin umstritten bleibt.
Die erste betrifft die Sicht. Von manchen Plätzen, insbesondere in den Kurven oder auf den Seitenplätzen, kann sich ein Teil des Geschehens dem Blick entziehen. Wer eine entscheidende Aktion nicht richtig erkennt oder sich weit von einem bestimmten Spielbereich entfernt befindet, greift womöglich zum Telefon, um eine Zeitlupe oder eine umfassendere Perspektive zu sehen. Das Handy wird so eher zur Ergänzung als zum Ersatz.
Der zweite Grund liegt in der Information. Im Stadion fließen Neuigkeiten nach wie vor ungleichmäßig. Die Anzeigetafeln liefern nicht immer die Ergebnisse der übrigen Partien, und die Lautsprecherdurchsagen gehen im Lärm der Menge oft unter. Wer parallel eine andere Begegnung, einen Spielstand oder Statistiken verfolgt, behält für sich einen Gesamtüberblick – besonders dann, wenn es sportlich um mehr geht als nur um das Spiel, dem man beiwohnt.
Auch die soziale Dimension spielt eine Rolle. Für einen Teil des Publikums dient das Telefon dazu, den Moment zu teilen: ein Foto an einen abwesenden Angehörigen schicken, mit Freunden chatten, die im Stadion verstreut sitzen, oder das Spiel in Echtzeit in den sozialen Netzwerken kommentieren. Das Smartphone wird so zur Verlängerung der geselligen Stimmung des Spieltags und nicht zu einer Ablenkung, die ihr entgegensteht.
Nicht zuletzt zeigt sich darin ein Wandel der Sportkonsum-Gewohnheiten. Zuschauer sind es heute gewohnt, jederzeit Zugang zu einer Vielzahl von Informationsströmen zu haben. Auch das Stadion entzieht sich dieser Logik nicht, und manche Fans verbinden ganz selbstverständlich körperliche Präsenz mit digitaler Begleitung.
Die Veranstalter wiederum versuchen, diese Nutzungsweisen mit dem gemeinsamen Erlebnis in Einklang zu bringen. Zwischen der Verbundenheit mit der Leidenschaft der Tribünen und der Realität vernetzter Gewohnheiten erweist sich das Telefon als ein Gegenstand, der zugleich störend und nützlich ist – und dessen Platz in den Stadien weiterhin umstritten bleibt.
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Quelle: Ouest-France